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Modell Bildungscampus Messestadt Riem
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Verteilung der Realschulen in München
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Wildes Gewerbegebiet Rappenweg

Stete Forderung nach weiterführenden Schulen führt zum Ziel

Bereits 2011 kam von mir der Antrag zu prüfen, wieweit Trudering-Riem eine Realschule benötigt. Für das lang erwartete Gymnasium Trudering waren die Planungen abgeschlossen, der Bau noch nicht begonnen und schon war abzusehen, dass diese Schule für den gesamten Stadtbezirk 15 Trudering-Riem nicht ausreicht. Für eine ergänzende Realschule in der Messestadt wurde der Bedarf abgefragt. Selbst in Kooperation mit der benachbarten Gemeinde Haar (Landkreis München) sah die Stadt keinen weiteren Bedarf für eine weiterführende Schule im Osten Münchens. Ein Defizit an einer Realschule im Raum Münchner Osten konnte ich in einer erstellten Übersicht der Realschulverteilung in München aufzeigen.

Um die Planung dazu nicht absterben zu lassen, machte ich den für München ungewöhnlichen Vorschlag, die in der Messestadt fehlende weiterführende Schule (Realschule) auf den geplanten und auch noch fehlenden Discounter in der Messestadt Ost aufzusatteln. In Innsbruck gab es dafür bereits ein Vorbild. Einen Alternativstandort auf dem Gewerbegebiet in der Messestadt West benannte der BA-15 auch gleich. Die Stadt lehnte weiterhin ab und sah selbst im Juni 2013 noch keinen Bedarf für eine weiterführende Schule - was sich dann auch auf Druck von Bewohnern der Messestadt änderte.

Damit wird endlich korrigiert, was seit 2 Jahrzehnten vernachlässigt wurde: bei der Einweihung zum Truderinger Gymnasium gestand OB Ude in seiner Eröffnungsrede, es ist das erste Mal in seiner 21 jährigen Amtszeit als OB, dass er eine weiterführende Schule einweihen konnte.

Jetzt bekommt der Münchner Osten gleich 5! weiterführende Schulen: ein Bildungscampus mit Realschule und Gymnasium in der Messestadt, ein Schulcampus mit Realschule, FOS und BOS im angrenzenden Haar und je ein weiteres Gymnasium und Realschule im neuen Planungsgebiet Nordost.

Die konsequente Forderung einer Realschule für den Münchner Osten war damit das Sprungbrett zur Planung des Bildungscampus Messestadt Riem in der Messestadt. [zurück][Start]

Gewerbegebiet Rappenweg oder Wohnen am Park

Wohnungen sind einerseits Mangelware in München, anderseits lassen sich Büros und Gewerbeeinheiten schwer vermarkten. Was liegt also näher, als ein Gewerbegebiet in ein Wohngebiet umzuwidmen. Was ich 2011 anregte ist jetzt mittlerweile eine in München oft gehörte Forderung. Die in Trudering sich anbietende Fläche ist das illegale Gewerbegebiet am Rappenweg: ca. 24 Hektar, direkt am Landschaftspark gelegen, die S-Bahn fußläufig erreichbar, angrenzend an eine bereits bestehende Gartenstadtsiedlung (Gronsdorf) und vor der im Süden verlaufenden Bahntrasse durch einen vorgeschobenen Gewerberiegel (wie entlang der Zentralen Bahnflächen München umgesetzt) schützbar. Also ein ideales Wohngebiet, wie es in München selten gibt.

Doch die Stadt besteht auf Gewerbe. Begründung: belasteter Boden durch Ablagerung. Inzwischen ist es amtlich, dass tiefer als 3 m die (wasserlöslichen) Stoffe vom Grundwasser bereits ausgewaschen sind bzw. im unversiegeltem Bereich von den Niederschlägen ausgespült wurden. Den Rest durch Aushub zu beseitigen dürfte im Wohnungsbau mit TG und Kellern kein Problem sein. Ein vergleichbares Vorgehen findet zur Zeit am Piederstorfer Gelände in Perlach statt.

Diese Form der gezielten Wohnraumbeschaffung mit planbarer Infrastruktur ist der in Trudering üblichen unkontrollierten Nachverdichtung der Gartenstädte städtebaulich vorzuziehen - abgesehen von der Schaffung dringend benötigten Wohnraums und der ersehnten Beseitigung des Schandflecks Rappenweg. [zurück][Start]